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Geschichtsträchtige Ruinen und Felsformationen

Great Zimbabwe

Wir verliessen den Gonarezhou NP und fuhren über Chiredzi nach Masvingo mit dem Ziel, die grösste Ruinenstätte des südlichen Afrika zu besichtigen. „Great Zimbabwe“ wurde um das 11. Jahrhundert erbaut, besteht aus drei verschiedenen Stätten und diente als Königssitz. Details dazu sind im Internet leicht auffindbar.

Wir wollten sehen, was von den Ruinen noch übrig ist und fuhren gemütlich an einem Tag nach Masvingo. Bei der Durchfahrt der Stadt zeigte sich der Zustand des Landes dann allzu deutlich: Verfall an Gebäuden wohin das Auge blickte. Der Alltag der Menschen geht weiter und entsprechend betriebsam und hektisch war das Treiben auf den Strassen. Wir folgten der Empfehlung von Al und Gail und buchten uns bei „Norma Jeane’s Lake View“ ein, einem Hotel mit angeschlossener Campsite unweit der Ruinen mit Blick auf den Lake Mutirikwi.

Wir beschlossen dort für zwei Nächte zu verweilen und liessen uns am ersten Abend bei einem 4-Gang-Menü im hauseigenen Restaurant mit einem Wein bei Kerzenschein verwöhnen.

Die Freundlichkeit der Menschen war auch hier unübertroffen. Wir haben es sehr genossen, tiefgründige Gespräche zu führen und erneut Menschen zu erleben, die nicht irgendeine Rolle spielen, sondern „echt“ sind. Die Menschen in Zimbabwe unterschieden sich doch sehr deutlich von den Menschen in den umliegenden Ländern.

Der Besuch der Ruinen verlief für uns eher unspektakulär. Irgendwie fehlt uns der Zugang zu derlei „Berühmtheiten“. Beeindruckend fanden wir die Technik mit der Rundbauten erstellt wurden bzw. Durchgänge ohne jedwede Kante. Möglicherweise lassen uns derlei Monumente kalt, weil es sich um eine lange zurückliegende Vergangenheit handelt und wir daraus keinerlei Nutzen für die Gegenwart erkennen können.

Der Ausblick der Bergruinen ist teilweise allerdings ganz wunderbar und so haben wir jede Erhöhung erklommen die sich bot.

über Bulawayo nach Matobo NP

Nach dem Besuch der Ruinen und dem erneut unproblematischen auftanken unseres Autos haben wir uns auf den Weg gemacht, den Matobo NP zu besuchen. Uns wurde der Besuch wegen seiner landschaftlichen Schönheit mehrfach ans Herz gelegt und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Der Park beherbergt einige der ältesten (kann man das so genau sagen?) Felszeichnungen Afrikas und für uns war das tatsächlich mit ein Highlight. Die Felsformationen entlang der Wege sind teils interessant und nett anzuschauen aber auch hier fehlte uns wohl der Zugang.
Für den Abend buchten wir ein Rhino Tracking.

Insbesondere nach unseren Erlebnissen im Busch erwarteten wir einen ausgedehnten Buschwalk, bei dem wir den Spuren von Rhinos folgen würden und wo offen ist ob wir sie finden oder nicht.

Der Walk lief dann doch vollkommen anders. Zunächst sind in Zimbabwe alle Rhinos enthornt. Das macht man aus zwei Gründen – so die Erklärung der Ranger. Zum Einen möchte man die Rhinos damit vor Wilderern schützen und zum anderen verkauft man das Horn um die sehr aufwändige Überwachung, den Schutz und die Kosten der Enthornung zu finanzieren. Für uns klang das nicht schlüssig, denn es gibt eine relevante Anzahl an Vorfällen, wo Wilderer enthornte Rhinos getötet haben damit sie ihren (aus ihrer Sicht) zeitverschwendenden Spuren nicht mehr folgen.

Des weiteren werden die Rhinos 24 Stunden überwacht. Mitglieder der Anti Poaching Einheit schlafen tagsüber und folgen den Rhinos in der kompletten Nacht zu Fuss durch den Busch um sie zu beschützen. In Matobo liegt der letzte Wilderervorfall drei Jahre zurück, was sehr erfreulich ist.

Rhinotracking in Matobo

Zurück zum Tracking. Unser Tracking lief so ab, dass ein Ranger mit uns zu den Mitgliedern der Anti Poaching Einheit fuhr, diese ihm mitteilten wo sich die Rhinos befinden, dann einen Berg erklommen um genaue Anweisungen zu geben wie wir dorthin gelangen und wir, keine 15 Minuten später, neben zwei ausgewachsenen Breitmaulnashörnern standen.

Die Mitglieder der Anti Poaching Einheit stiessen dann dazu und wann immer die Rhinos nervös wurden, beruhigten sie sie durch das imitieren ihrer Laute.

Am Ende hielten wir uns für etwa 30 Minuten in ihrer Nähe auf, beobachteten sie und folgten ihnen ein wenig im Busch, bevor wir den Ranger zurück zum Eingang brachten und für uns das Erlebnis Matobo National Park endete.

Fazit dieses Teils von Zimbabwe: „ganz nett“. Wir hatten eventuell einfach zu hohe Erwartungen?
Wir machten uns auf den Weg nach Mana Pools. Guido war total aufgeregt, sollte doch ein lange gehegter Traum in Erfüllung gehen.

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